Drucken

Jubiläumstour nach Edinburgh / Schottland (Reisebericht)

Edinburgh StadtbildSeit dem Jahr 1990 besteht die Leistungsnachweisgruppe „Die Dreite“ der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lippspringe. In fast unveränderter Zusammensetzung treffen sich regelmäßig zehn Kameraden der Einsatzabteilung, um den jährlichen Leistungsnachweis des Landesfeuerwehrverbandes NRW abzulegen. Diese dienstlichen Zusammenkünfte werden durch gesellige Veranstaltungen ergänzt, bei denen die Gruppe noch durch zwei weitere Kameraden als Fahrer ergänzt wird. In Abständen von einigen Jahren trafen sich die Mitglieder auch in der Vergangenheit bereits, um in mehrtägigen Ausflügen andere Gegenden und andere Feuerwehrkameraden kennenzulernen. So führten frühere Fahrten nach Mallorca, nach Budapest, ins Allgäu sowie zuletzt nach Wien.

Aus Anlass des 25 jährigen Bestehens stand wieder eine gemeinsame Tour auf dem Programm. Bereits frühzeitig hatte wir uns auf die schottische Hauptstadt Edinburgh verständigt, um dort Land, Leute und Kultur kennenzulernen. Über Düsseldorf und Amsterdam verlief die Flugroute schließlich in das Vereinigte Königreich. Bereits auf dem Bustransfer vom Flughafen zum Hotel konnten wir einen ersten Eindruck von der grünen schottischen Landschaft gewinnen.

Die Stadt Edinburgh – und hier insbesondere die Altstadt – begeisterte uns durch die beeindruckende Architektur, die vielen verwinkelten Gassen und die vielen Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken galt. So durfte natürlich auch eine Führung auf das „Edinburgh Castle“ nicht fehlen, inklusive Begutachtung der dort ausgestellten schottischen Kronjuwelen. Eine andere Tour führte uns in die Untergründe der Altstadt. In den Katakomben wurden wir mit zahlreichen Geschichten und Anekdoten aus dem Mittelalter versorgt, bei denen man letztendlich nicht mehr wusste, ob sie der Wahrheit entsprachen oder nur schmückendes Beiwerk der Tourleiterin waren.

Darüber hinaus darf in Schottland natürlich die Besichtigung einer Whisky-Distillery nicht fehlen. Wir besuchten daher die Glenkinchie-Distillery und lernten dort die Produktion des schottischen Single Malt Whiskys kennen. Direkt im Anschluss eroberten wir die „Britannia“, die frühere Yacht der englischen Königsfamilie, die im Ocean Terminal Edinburgh besichtigt werden kann. Vom Maschinenraum bis zu den königlichen Schlafgemächern, von der schiffseigenen Garage des königlichen Rolls Royce bis zu den Unterkünften der einfachen Bootsbesatzung – es war für viele von uns eine einmalige Gelegenheit, hinter die royalen Kulissen zu blicken, was wir auch mit einem Eintrag in das ausliegende Gästebuch für die Nachwelt dokumentiert haben.

Natürlich ist für Feuerwehrmänner auch der Besuch der schottischen Kameraden vor Ort obligatorisch. Ganz spontan und ohne Voranmeldung wurden wir in der „Tollcross Community Fire Station“ herzlich empfangen. Dass während der Fahrzeugbesichtigung ein Feueralarm hereinkam, war allerdings nicht geplant. Dennoch führten die verbliebenen Kameraden uns in einer kurzen Führung durch die Wache bis in die Leitstelle, die allerdings auf Grund baulicher Umbauarbeiten räumlich arg beengt war.

Alles in allem war die insgesamt viertägige Reise fast schon zu kurz, um die vielen Sehenswürdigkeiten in der schottischen Hauptstadt kennenzulernen. Von daher wird das für einige der Reisegruppe bestimmt nicht der letzte Aufenthalt in Edinburgh gewesen sein.

FeueralarmGaestebuch BritanniaGlocke BritanniaGruppenfoto