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Geplante neue Feuerwache sorgt weiter für Gesprächsstoff

gruppenfotoBad Lippspringe(WV). Die Feuerwehr der Kur- und Badestadt wird ungeduldig. »Noch immer steht ein verbindlicher Termin für den Bau unseres neuen Feuerwehrgerätehauses nicht fest«, bedauert Wehrführer Michael Heck. Der eigentlich für 2018 ins Auge gefasste Baubeginn werde sich vermutlich um ein weiteres Jahr verschieben.
Die geplante neue Feuerwache am Neuhäuser Weg war das zentrale Thema der Jahreshauptversammlung der Bad Lippspringer Wehr. Heck und mit ihm die etwa 210 Mitglieder waren bisher davon ausgegangen, dass unmittelbar nach Ende der Landesgartenschau mit dem Bauprojekt begonnen würde. Doch dem ist offenbar nicht so.


»Planung und Bau wurden nach unserem Kenntnisstand um ein weiteres Jahr verschoben«, beklagte Heck und fügte mahnend hinzu: »Auch wenn in den nächsten drei Jahren weitere dringende Investitionsmaßnahmen auf die Kommune zukommen, so darf der Baubeginn der Feuerwache deshalb nicht weiter verzögert werden. Die Aufgaben der Feuerwehr gehören schließlich zu den Pflichtaufgaben der Kommune.« An die anwesenden Politiker richtete Heck den dringenden Appell, »hier eindeutige Prioritäten« zu setzen.
Ein deutliches Signal der Unterstützung kommt vom eigenen Förderverein. Er hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren einen Betrag von mindestens 30 000 Euro anzusparen. »Mit dem Geld möchten wir Gegenstände und Geräte mit finanzieren, die über die standardmäßige Ausstattung des neuen Feuerwehrgerätehauses hinaus gehen«, erläuterte Kassenwart Uwe Wegener.
Es gab den Abend über aber auch deutlich versöhnliche Töne. Ausdrücklich bedankte sich die Wehrspitze bei Rat und Verwaltung, die den Kauf eines 652 000 Euro teuren Hubrettungsfahrzeugs möglich gemacht hatten (wir berichteten). Und nicht zu vergessen: Die Feuerwehr Bad Lippspringe wird sich aktiv auch an der Landesgartenschau in wenigen Monaten beteiligen. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz und der örtlichen Polizei wird aktuell an einem umfassenden Sicherheitskonzept gearbeitet.
Zahlen und Fakten bestimmten den weiteren Verlauf der Tagesordnung: Im vergangenen Jahr musste die Badestädter Feuerwehr zu insgesamt 141 Einsätzen ausrücken, 51 Personen konnten dabei aus teilweise lebensgefährlichen Situationen gerettet werden. Laut Statistik gab es 2016 insgesamt 38 Klein- und Mittelbrände. Den Einsatzkräften besonders in Erinnerung geblieben ist das Feuer in der Cecilien-Klinik Ende Oktober. Mithilfe der Feuerwehr konnten 120 Patienten sowie 70 Mitarbeiter kurzfristig in Sicherheit gebracht und der Brand gelöscht werden.
Die Jahreshauptversammlung brachte auch personelle Veränderungen mit sich: Kerstin Alewelt wurde zur neuen Schriftführerin bestellt. Und Martin Tasche steht in den kommenden sechs Jahren als Zugführer an der Spitze des Spielmannszuges.
Einen personellen Wechsel gab es ebenso beim Förderverein. Auf Geschäftsführer Bernd Becker, der aus beruflichen Gründen seinen Amtsverzicht erklärt hatte, folgt Andreas Willeke.

Quelle: Westfalen- Blatt 30.01.2017

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