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Am Samstag den 23. August fand die alljährliche Senneübung statt. Neben den Feuerwehren aus Hövelhof, Sennelager (Defence Fire & Rescue Service), Schloß-Holte-Stuckenbrock, Augustdorf, Schlangen, Bad Lippspringe, Paderborn (Schloß-Neuhaus und Sande), und Delbrück nahmen an dieser Übung auch die Bundeswehr, die DMV (Deutsch-Militärische Vertretung bei der britischen Hausherren des Truppenübungsplatzes Senne), die Range Control und der Messzug des Reg.-Bezirk Detmold teil.

Gegen 8.00 Uhr fuhren die einzelnen Fahrzeugbesatzungen einen der beiden Bereitstellungsräume (Camp Site 1 und Camp Site 5) an. Dort fand die Einweisung in die Übung und Aufklärung der Gefahren des Truppenübungsplatzes statt. Ausgerüstet mit Lunchpaketen fuhren die Einheiten eine halbe Stunde später gemeinsam in den geschlossenen Truppenübungsplatz ein.
Die gesamte Übung war in einzelne Schwerpunkte für die Übungszüge eingeteilt. Zu Beginn stand für alle das Fahren nach Koordinaten auf dem Plan. Nach dem drei Koordinaten auf der Sennekarte gefunden und anschließend angefahren wurden begann eine der intensiveren Ausbildungseinheiten.
Dazu erörterte Hauptfeldwebel Emanuel Jung von der DMV die Gefahr von Blindgängern auf dem Truppenübungsplatz. Eindrucksvoll wurden Blindgänger, Übungsmunition und Geschossreste gezeigt. Zuvor waren schon viele Teilnehmer an versteckten Blindgängern vorbeigegangen. Herr Jung erläuterte dabei den richtigen Umgang oder besser gesagt den richtigen Mindestabstand zu solchen Funden. „Wir bewegen uns hier auf einem Gelände, das seit mehr als hundert Jahren als Truppenübungsplatz genutzt wird. Die Gefährdung durch Munition muss einem hier bewusst sein“ sensibilisiert Ralf Husemann (Leiter der Truppenübungsplatzfeuerwehr Defence Fire& Rescue) die Feuerwehrleute.
Desweiteren wurde das richtige Fahren im Gelände, in einem dafür ausgewiesenem hügeligen Parcours geübt. Durch die starken Regenschauer des Vortages wurde dies zu einer Schlammschlacht.
Für viele waren die Löschwasserentnahmestellen neu. Da vor einigen Jahren einige Stauseen abgelassen wurden, lies man in der Senne drei große Saugbrunnen bohren. An dem Löschbrunnen am Heidebahnhof wurde die Wasserversorgung für die Löschübung aufgebaut. Dort wurden die Tanklöschfahrzeuge mit Wasser aufgetankt, bevor sie das Wasser im Pendelverkehr zur Einsatzstelle brachten. Zur Abwehr der angenommenen Brandausbreitung wurde im Bereich Taubenteich eine Riegelstellung mit acht C-Strahlrohren aufgebaut.
Da laut Übungsszenario kontaminiertes Material gefunden wurde, kam auch der Messzug des Reg.-Bezirk Detmold hinzu. Fünf ABC-Messfahrzeuge aus den Kreisen Paderborn, Höxter, Bielefeld, Herford und Detmold kamen zum Einsatz. Auf einer dafür ausgewiesenen Schießbahn, fuhren sie raus, um kontaminiertes Material zu Messen und zu Erkennen. Matthias Strunz, Leiter des ABC-Zuges des Kreis Paderborn, erläutere die Übungsziele nach dem ABC-Schutzkonzept NRW Teil 5. Anschließend wurden die gefundenen Übungsstoffe fachkundig eingeholt und beseitigt.
Übergreifend über alle Szenarien stand auch die Ausbildung an neuen digitalen Funkgeräten auf dem Plan. Um in der Senne überhaupt ein flächendeckendes Funknetz zu betreiben baute die IuK-Gruppe (Information und Kommunikation) des Kreis Paderborn, einen mobilen Funkmast (Reppater Stelle) an der Paradestraße, Höhe der Windmühle, auf. Hinzu kamen noch vier Relaisstellen für den analogen Funk. Alle Fahrzeugbesatzungen bekamen für diese Funkausleuchtung Bewertungshefte mit. Dort sollten alle Daten der Erreichbarkeit, Probleme oder Funklöcher eingetragen wurden. Diese werden später für eine genauere Bewertung des digitalen Funknetzes bearbeitet. „Mit dem Aufbau der Repeater-Stelle und den Relaisstellen wurden unsere Erwartungen sehr zufriedenstellend erfüllt“, teilte Christian Fortmeier, Leiter der IuK mit.
Ziel war „das Zusammenspiel der Anrainerfeuerwehren zu trainieren“ sagte Ralf Husemann. So zeigten sich die Organisatoren dieser Übung sehr zufrieden. Ralf Husemann und die beiden stellvertretenden Wehrführer von Hövelhof Michael Kesselmeier und Lothar Marxcord haben mit zahlreichen Helfern und ebenso vielen Treffen diese Großübung vorbereitet. „Man merkt deutlich, dass die Erfahrungen und Übungen der vergangenen Jahre eine effektivere Zusammenarbeit ermöglichen. Wir werden mit jeder Übung besser“, resümiert die Übungsleitung.

 

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Quelle : Feuerwehr Hövelhof