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 Container soll Platzproblem im Bad Lippspringer Feuerwehrgerätehaus lösen.

Bad Lippspringe(Kar). Not macht bekanntlich erfinderisch: In der Bad Lippspringer Feuerwehrwache gibt es seit Jahren ein Raumproblem. Stadt und Wehrführung denken nun konkret über den vorübergehenden Anbau eines Containers nach.
Seit Jahren bereits sucht die Stadt Bad Lippspringe nach einem neuen Standort für ihr Feuerwehrgerätehaus. Verhandlungen mit den Eigentümern des Geländes der Mechanischen Weberei verliefen bis heute ohne Erfolg. »Und die Zeit drängt. Unser Feuerwehrgerätehaus an der Wilhelm-Hücker-Straße platzt förmlich aus allen Nähten«, beklagt Stadtbrandmeister Michael Heck.
Zu spüren bekommt das mittlerweile auch die örtliche Jugendfeuerwehr. »Im Umkleidebereich ist es tatsächlich sehr eng«, weiß deren Leiter Christian Hoffbauer zu berichten. Besonders an den Übungsabenden gebe es ein großes Gedränge, wenn die Jugendlichen ihre Feuerwehrbekleidung anziehen. Aktuell, so Hoffbauer, gehören der Jugendfeuerwehr 28 Mitglieder im Alter von 10 bis 17 Jahren an. »Wir würden gerne mehr Jungen und Mädchen aufnehmen, aber das Platzproblem machte das bisher unmöglich.«
Wehrführung und Stadt denken jetzt über eine kurzfristige Übergangslösung nach: »Wir überlegen konkret, eine Art Büro-Container zu kaufen, der direkt an unser Feuerwehrgerätehaus angeschlossen werden kann«, sagt Heck. Der etwa 20 Quadratmeter große Raum könnte von den Jugendlichen als Umkleidebereich genutzt werden. Die Kosten für den Kauf des Containers werden Heck zufolge zurzeit genau ermittelt. Sie dürften sich ersten Schätzungen zufolge im vierstelligen Bereich bewegen.
»Wichtig ist uns, dass der Container auch nach dem geplanten Umzug am neuen Standort weiter genutzt werden kann. Zum Beispiel als Materiallager«, ergänzt Hoffbauer.
Finanziert wird der Kauf des Büro-Containers durch die Stadt Bad Lippspringe: »Mit dieser Investition unterstützen wir ganz praktisch die Arbeit unserer Jugendfeuerwehr. In ihren Händen liegt schließlich in Zukunft unser aller Sicherheit«, betont Bürgermeister Andreas Bee.
Bereits mit Ende der Osterferien will die Jugendfeuerwehr ihre Mitgliederzahl von bisher 28 auf mindestens 35 ausbauen. »Das ist auch dringend notwendig, um die Einsatzbereitschaft der Wehr auch in Zukunft sicherzustellen«, betont Heck abschließend. Aktuell gehören der Einsatzabteilung 78 Mitglieder an. Mittelfristiges Ziel der Bad Lippspringer Wehr muss es Heck zufolge sein, über mindestens 90 Einsatzkräfte zu verfügen.
Interessierte Jugendliche können sich zu den Übungsstunden jeweils mittwochs im Feuerwehrgerätehaus melden. Die Ausbildung der 10- bis 14-Jährigen beginnt künftig um 18 Uhr und endet gegen 19.30 Uhr, anschließend üben die 15- bis 17-Jährigen, und zwar in der Zeit von 19.30 bis 21 Uhr.

Foto: Im Feuerwehrgerätehaus herrscht große Enge. Das bekommt auch die Jugendfeuerwehr zu spüren. Vor allem der Umkleidebereich ist deutlich zu klein für die derzeit 28 Nachwuchskräfte. Foto: Klaus Karenfeld

Bericht: Westfälisches Volksblatt