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Neue Gewerbe- und Wohnflächen trotz Schuldenzunahme

Bad Lippspringe(WV). Trotz steigender Verschuldung will die Stadt Bad Lippspringe in den kommenden Jahren 8,3 Millionen Euro in die Entwicklung weiterer Gewerbe- und Wohngebiete investieren. Der Haushalt der Stadt wurde im Rat am Montagabend fast einstimmig auf den Weg gebracht. Ein klares Bekenntnis gab es auch zum baldigen Neubau eines Feuerwehrgerätehauses.

Von BernhardLiedmann

 


Durch alle Haushaltsreden der sechs Fraktionen zog sich die Sorge über die zunehmende Verschuldung, die im kommenden Jahr auf drei Millionen Euro wächst und sich damit in den vergangenen fünf Jahren verzehnfacht hat. Dennoch wollen die Parteien die Weichen für die weitere Entwicklung stellen: Die Nutzung des teilweise brach liegenden Areals der Mechanischen Weberei und die Fläche des Pracherfeldes rücken dabei immer näher in den Fokus der konkreten Planung, zumal der Landesentwicklungsplan mit drohenden Reglementierungen immer konkreter wird.
Für die CDU-Fraktion bilanzierte Walter Strop auch ungelöste Aufgaben. Die Verkehrsbelastung sei mit dem Wegfall der innerörtlichen Umgehungsstraße nicht gelöst. Kreisel am Pfingstuhlweg und am Beispring sowie der Ausbau des Pfingstuhlweges zeugten vom Fehlen einer langfristigen Lösung. Die Erfolge einer Landesgartenschau würden sich voraussichtlich erst im Jahr 2017/18 zeigen, ebenso wie der Erfolg der Gesamtschule, die dann erst die gymnasiale Oberstufe bilden wird.
Knacken will die Freie Wählergemeinschaft insbesondere die Nuss »Feuerwehr«. Ideal, so Markus Wille, sei die Mechanische Weberei als Standort. Zufrieden könne man nicht nur über die Entwicklung beim MZG sein, das wieder in der »Erfolgsspur« sei. Neuer Kindergarten, Hot-Umzug, Lehrschwimmbecken und Gesamtschule seien weitere Bausteine der positiven Entwicklung.
Für die SPD freute sich Holger Karenfeld-Lentz über die breite Zustimmung der Fraktionen zu den Investitionen über 9,6 Millionen Euro im kommenden Jahr. Schulmensaausbau, Investitionen für die Landesgartenschau oder die Drehleiter für die Feuerwehr seien unumstritten. Erfreulich sei auch das Ausbleiben einer erhöhten Kreisumlage, die der Stadt einige hunderttausend Euro an Mehrbelastung erspare.
Die Bündnisgrünen plädierten erneut für die Schaffung eines Nationalparks. Er könne die Stadt ebenso voranbringen wie die anstehende Landesgartenschau. Hier könnten in den Parteien unumstrittene Projekte umgesetzt werden wie die Umgestaltung der Kurparkstraße oder des Marktplatzes, die sonst kaum finanzierbar wären.
Jürgen Schaefer erneuerte für die FDP die Forderung, entbehrliche städtische Immobilien zu veräußern. Fehlentscheidungen seien jedoch die Ablehnung der Entlastungsstraße und die Verkehrsversuche gewesen. Es fehle immer noch an einer vernünftigen Verkehrsplanung, zu erhalten sei jedoch der historische Kern des Auguste-Viktoria-Stiftes.
Beim Auguste-Viktoria-Stift will die Links-Grüne-Arbeitsgemeinschaft auch weiterhin kritisch-konstruktiv am Ball bleiben und eine »Zerstörung des kulturellen Erbes« verhindern, so Bernhard Krewet. Überaus bedenklich sei auch die Flut von Gutachten. Beim Feuerwehrgerätehaus forderte er als Standort die Mechanische Weberei. Auch hier stünden zusätzlich 30   000 Quadratmeter an Gewerbefläche zur Verfügung, die der Eigentümer selbst vermarkten sollte. Für die Wohnbebauung verfüge die Stadt allein schon mit dem Pracherfeld über genügend Baugrund.
Der Haushalt der Stadt wurde abschließend gegen die Stimmen der LGAG verabschiedet und ist einsehbar auf der Homepage der Stadt.
Quelle Wetfalen Blatt 05.02.2014

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